Finanzhilfen für Kulturunternehmen

Welche Massnahmen gibt es?

Die Folgen der Corona-Pandemie, namentlich das Veranstaltungsverbot, treffen Kulturschaffende und Kulturunternehmen besonders hart. Für Kulturunternehmen und Laien-Kulturvereine sind folgende Massnahmen vorgesehen:

Ausfallentschädigung (nicht-rückzahlbare Finanzhilfen)

  • Für den finanziellen Schaden, der aus der Absage oder der Verschiebung von Veranstaltungen und Projekten oder aus Betriebsschliessungen entsteht, können Kulturunternehmen eine Ausfallentschädigung in Form einer nicht-rückzahlbahren Finanzhilfe beantragen.
  • Laien-Kulturvereine, die ein Veranstaltungsbudget über 50'000 Franken haben, können zur Abfederung des finanziellen Schadens, welcher durch die Absage von Veranstaltungen entstanden ist, eine Finanzhilfe beantragen. Laienvereine mit einem Veranstaltungsbudget unter 50'000 Franken wenden sich direkt an ihren jeweiligen Dachverband.

Soforthilfe (rückzahlbare zinslose Darlehen)

  • Nicht-gewinnorientierte Kulturunternehmen können zur Sicherstellung ihrer Liquidität Soforthilfen in Form rückzahlbarer zinsloser Darlehen beantragen. Kulturunternehmen, die eine Soforthilfe beantragen wollen, sollen vorab Kontakt mit der Fachstelle Kultur aufnehmen.
    Das Instrument der Soforthilfe wurde per 21. Mai 2020, im Rahmen der Verlängerung der COVID-Verordnung Kultur des Bundes, aufgehoben.

Wer kann ein Gesuch einreichen?

Gemäss den Richtlinien können Kulturunternehmen ein Gesuch für Soforthilfe oder für Ausfallentschädigung einreichen, die in den folgenden Bereichen tätig sind (Details siehe Merkblatt):

  • Darstellende Künste
  • Design
  • Film 
    Kinos sind antragsberechtigt, wenn sie im Studiokino- bzw. Arthouse-Bereich tätig sind und in ihren Programmen einen substanziellen Anteil zur Angebotsvielfalt leisten. Ebenfalls antragsberechtigt sind Kinos, welche in den letzten 5 Jahren mit kommunalen oder kantonalen Kulturfördermitteln unterstützt worden sind. 
  • Literatur
  • Musik 
    Musikclubs, Konzertlokale und Konzertveranstalter/innen, die bei der SUISA die Tarife H oder K abrechnen, können einen Antrag um Ausfallentschädigung einreichen.
  • Museen (kulturhistorische Institutionen wenden sich bitte an die Denkmalpflege des Kantons Zürich)
  • Visuelle Künste

Wie wird der Schaden berechnet?

Berechnung Ausfallenschädigung Kulturunternehmen

Die Grafik zeigt, auf welchen Grundlagen die Ausfallentschädigung berechnet wird.

Voraussetzung für die Gesuchseingabe

Gesuche werden unter den folgenden Voraussetzungen behandelt:

  • Kulturunternehmen haben ihren statuarischen Sitz im Kanton Zürich
  • Kulturunternehmen haben bereits Kurzarbeit angemeldet, Anmeldung beim Amt für Wirtschaft und Arbeit Kanton Zürich (gilt nicht für Laien-Kulturvereine)
  • Der finanzielle Schaden ist zwischen dem 28. Februar 2020 und dem 20. September 2020 entstanden. Es können auch Schäden für Veranstaltungen geltend gemacht werden, die zwischen dem 28. Februar 2020 und dem 20. September 2020 abgesagt oder verschoben wurden, aber vor dem 31. Oktober 2020 hätten stattfinden sollen. 
  • Der finanzielle Schaden steht in direktem Zusammenhang mit den behördlichen Massnahmen gegen die Corona-Pandemie.

Eingabefrist

Gesuche an die Fachstelle Kultur sind bis am 20. September 2020 einzureichen. 

Gesuchseingabe

Unterstützungsgesuche an die Fachstelle Kultur sind über das elektronische Gesuchsportal einzureichen. Gesuche können nur geprüft werden, wenn die Unterlagen vollständig eingereicht werden.